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Wie bereitet die RAG die untertägigen Anlagen auf den Anstieg des Gruben­wassers vor?

Bevor das Grubenwasser unter Tage ansteigen darf, gibt es unter Umwelt- und Sicherheitsaspekten viel zu tun. Beispiel Haus Aden: Das ehemalige Bergwerk im westfälischen Bergkamen baut die RAG zu einem Brunnenwasserhaltungsstandort der Region Ruhr um.

Bis die behördliche Genehmigung zum Abschalten der bisherigen Pumpen vorlag, wartete die RAG die Pumpen und Leitungen unter Tage weiter und hielt diese instand, als wäre das Bergwerk noch in Betrieb. Gleichzeitig fanden bereits aufwändige Vorbereitungsarbeiten für den Umbau statt, unter anderem das Rauben. So nennen Bergleute das Herausschaffen von nicht mehr benötigtem Gerät und Material aus dem untertägigen Grubengebäude zurück an die Tagesoberfläche.

Als Grundlage für die Installation der hochmodernen Tauchpumpen am zukünftigen Brunnenwasserhaltungsstandort Haus Aden ziehen die Mitarbeiter drei glasfaserverstärkte Hüllrohre in den senkrechten Schacht ein. Parallel zum Einbau der Hüllrohre verläuft Schritt für Schritt die Verfüllung des Schachts mit Beton.

Durch die Hüllrohre lassen sich später die Tauchpumpen von über Tage bis in das wasserführende Niveau hinabführen. Sie pumpen dann Grubenwasser an die Oberfläche, um den Grubenwasserspiegel auf einem unkritischen Niveau zu halten.