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Sind bereits Teile des Grubenwasser­konzepts umgesetzt?

Ja. Seit 2015 übernimmt das ehemalige Bergwerk Walsum die Wasserhaltung für den gesamten linken Niederrhein. Dafür baute die RAG die vorhandenen Schächte zum ersten Brunnenwasserhaltungsstandort in NRW um. Von den ersten Planungen bis zur Inbetriebnahme der Pumpe vergingen zweieinhalb Jahre. Rund 22 Millionen Euro kostete der Umbau.

Wasser statt Kohle - in Walsum suchten sich die Bergbau-Experten ein neues Fördergut. Seit der Schacht, durch den einst die Bergleute einfuhren, sich in einen Brunnen verwandelte, fördern darin zwei jeweils zwölf Meter lange und bis zu 20 Tonnen schwere Tauchmotorkreiselpumpe das ansteigende Grubenwasser an die Oberfläche.

Eine dritte Pumpe steht für den Fall der Fälle als Reserve bereit. Die Förderleistung pro Einheit: acht Kubikmeter in der Minute. Das abgepumpte Wasser gelangt über 66 Steigrohre nach oben, auch sie umfassen eine Länge von je zwölf Metern. Das Ganze verläuft nahezu wartungsfrei.

Die Wartisten der zentralen RAG-Leitwarte am Standort Pluto im Herner Stadtteil Wanne, rund 40 Kilometer von Walsum entfernt, steuern und überwachen die Wasserhaltung. Sensoren im Schacht übermitteln die Daten der wesentlichen Pumpenfunktionen, etwa die Motortemperatur. Bei Unregelmäßigkeiten können die Kollegen in Herne steuernd eingreifen - ein Mausklick genügt. Nach diesem Muster entstehen verteilt über das Ruhrgebiet noch fünf weitere zentrale Brunnenwasserhaltungen.

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